Die renommierte kolumbianische Malerin Beatriz González ist am Freitag, den 9. Januar, im Alter von 94 Jahren in Bogotá verstorben. Ihr Sohn Daniel Ripoll bestätigte den Tod der Künstlerin und Historikerin. González war eine Schlüsselfigur der zeitgenössischen kolumbianischen Kunst, bekannt für ihre Arbeiten zum bewaffneten Konflikt und zur Populärkultur.
Beatriz González, geboren 1932 in Bucaramanga, Santander, etablierte sich als eine der prominentesten Figuren der zeitgenössischen kolumbianischen Kunst. Ihr Werk, ausgedrückt durch Zeichnung, Grafik und Skulptur, vertiefte sich in das historische und kulturelle Umfeld Kolumbiens, mit einem starken Fokus auf den bewaffneten Konflikt aus der Sicht der Opfer. Sie erkundete auch Darstellungen von Ikonen der Populärkultur, einschließlich Sportidolen, Politikern, religiösen Führern, indigenen Kulturen und präkolumbianischer Kunst. Als Pädagogin, Kuratorin und Archivarin spielte sie eine bedeutende Rolle bei der Gestaltung der visuellen Identität Kolumbiens. Im Jahr 2020 spendete sie der Banco de la República ein Archiv mit über 100.000 Dokumenten, die über sechzig Jahre ihrer Karriere gesammelt wurden. Diese umfassen persönliche Dokumente, Pressesausschnitte, Korrespondenz, Plakate und Broschüren, die ihren intellektuellen und kreativen Gedanken sowie den Kontext ihrer Laufbahn einfangen. Ihr Tod, der am Nachmittag des Freitags, den 9. Januar, in Bogotá eintrat, hinterlässt ein unschätzbares Erbe in der kolumbianischen Kunst.