Unternehmen führen Programme zur Vereinbarkeit von Partnerkarrieren ein

Da Paare zunehmend ihre beruflichen Laufbahnen in den Vordergrund stellen, setzen Unternehmen wie SLB auf „Dual Career“-Programme, um die Karriereplanung von Partnern zu koordinieren. Diese Initiativen berücksichtigen familiäre Präferenzen und wirken dem Verlust von Talenten entgegen. Nara Tsuboi, Personalchefin von SLB in Brasilien, erläutert den Wandel in der Unternehmenspolitik.

Unternehmen führen verstärkt „Dual Career“-Programme ein, um Paaren bei der gleichzeitigen Entwicklung ihrer beruflichen Laufbahnen zu helfen. Nara Tsuboi, Personalchefin von SLB in Brasilien, stellt fest, dass Firmen interne Beziehungen lange Zeit mieden oder ignorierten, sich der Sektor jedoch vor etwa zwei Jahrzehnten hin zu strukturierten Richtlinien statt Verboten bewegte. Dies verhindert den Abgang von Talenten, da Karriereentscheidungen wie Beförderungen oder Versetzungen Auswirkungen auf das Familienleben haben, etwa hinsichtlich der Zeit mit Kindern oder längerer Pendelwege. Die Programme gelten sowohl für hetero- als auch für gleichgeschlechtliche Paare, selbst wenn nur ein Partner im Unternehmen beschäftigt ist. Die Regeln untersagen Interessenkonflikte, wie etwa direkte Unterstellungsverhältnisse, und erfordern eine formale Meldung der Beziehung über ein „Paar-Register“ der Personalabteilung. Für weltweit agierende Firmen wie SLB, die in über 80 Ländern tätig sind, spielt Mobilität eine entscheidende Rolle: „Es wird angestrebt, dass beide an denselben Standort gehen und weiterarbeiten können“, so Tsuboi. Partner wechseln sich bei Beförderungen ab, wobei einer vorübergehend eine höhere Position einnimmt, während der andere folgt, mit der Option, dies später umzukehren: „Der andere Partner begleitet die Mobilität, was sich im Laufe der Karriere ändern kann.“ Familiäre Faktoren wie Kinder, Eingewöhnung und psychische Gesundheit werden ebenfalls berücksichtigt: „Wenn es einer Person zu Hause nicht gut geht, kann sie auch bei der Arbeit keine Leistung erbringen.“ Die Angebote sind an die Leistung gebunden: „Es ist ein Entgegenkommen für diejenigen, die gute Arbeit leisten und in ihrer Karriere vorankommen.“

Verwandte Artikel

Nine business leaders in Colombia shared their experiences balancing motherhood with company management, in the context of Mother's Day. They highlighted sacrifices, organization and family support networks to fulfill both roles. The presence of women in senior positions continues to grow according to recent data.

Von KI berichtet

Around 4,000 people were granted transition support from Trygghetsfonden TSL in the first quarter, 26 percent fewer than the previous year. The decline was sharpest in construction, down 67 percent. TSL CEO Caroline Söder sees signs of stabilization despite uncertainties.

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen