Der Kupferpreis erreichte am Montag an der London Metal Exchange 6,20 US-Dollar pro Pfund, angetrieben durch Angebotsbeschränkungen aufgrund des Konflikts im Iran. Der Wert nähert sich dem Rekord von 6,28 US-Dollar vom Januar 2026 und markiert einen Anstieg von 9,34 % seit Jahresbeginn.
Das rote Metall stieg gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag um 1,7 % und verzeichnete den vierten Handelstag in Folge über der Marke von 6 US-Dollar. Auch an der Comex in New York erreichte es neue Höchststände und notierte bei über 6,40 US-Dollar.
Experten führen den Anstieg auf Befürchtungen vor Engpässen bei Vorprodukten wie Schwefel und Schwefelsäure zurück, deren Exporte aus dem Nahen Osten durch den Konflikt gestört wurden. Analysten von XTB und Plusmining stellten fest, dass diese Faktoren trotz geringerer Nachfrage die Angebotsbeschränkungen verschärfen.
Aus fiskalischer Sicht übersteigt der Durchschnittspreis von 5,84 US-Dollar im Jahr 2026 die Haushaltsprognosen bei weitem. Ökonomen von Gemines und EuroAmerica erklärten, dass dies die effektiven Staatseinnahmen verbessert, obwohl es die strukturelle Situation nicht verändert, und zusätzliche Einnahmen aus Steuern und Lizenzgebühren zwischen 2 und 3 Milliarden US-Dollar generieren könnte.