Aufbauend auf seinem starken Start ins Jahr 2026 erreichten die Kupferpreise am 6. Januar neue Höchststände und überschritten 6 US$ pro Pfund am New Yorker Comex sowie 13.000 US$ pro Tonne an der London Metal Exchange inmitten knapper Versorgung und starker Nachfrage. Chile profitiert fiskalisch, doch Experten warnen vor Volatilität.
Am 6. Januar brach Kupfer wichtige technische Niveaus auf den globalen Märkten. Am New Yorker Comex überschritt der Preis kurzzeitig 6,00 US$ pro Pfund, bevor er bei 5,93 US$ schloss, +0,18 %. Die London Metal Exchange (LME) erreichte einen Rekord von 13.269 US$ pro Tonne (6,019 US$/Pfund nach Cochilco), +2,99 %.
Dies hebt den Jahresdurchschnitt 2026 bis dato auf 5,85 US$ pro Pfund an, nach den anfänglichen Hochs um 5,7 US$, die zu Wochenbeginn gemeldet wurden. Der Rallye schwächte den US-Dollar auf 896 chilenische Pesos ab, nicht mehr gesehen seit Mai 2024, und steigert die Einnahmen des staatlichen Produzenten Codelco sowie Steuern von Minen wie Escondida.
Treiber sind anhaltende Versorgungsengpässe wie der Streik bei Mantoverde (57.700 Tonnen 2024), Verzögerungen bei Tonglings Mine in Ecuador, niedrige LME-Bestände sowie Nachfrage aus Energiewende, Elektromobilität und potenziellen US-Zöllen unter Trump. Allerdings fiel die Yangshan-Prämie in China auf 43 US$/Tonne und signalisiert schwächere Nachfrage des Spitzenverbrauchers.
Pablo Müller von der Universidad Autónoma warnt vor einem „Rebound-Effekt“, falls sich der Zyklus wendet, was die Fiskalbilanzen treffen könnte. Im Gegensatz dazu sieht Pablo Pérez vom Instituto Libertad verbesserte Handelsbedingungen und öffentliche Finanzen für Chile. Auch andere Basismetalle wie Zinn und Nickel legten inmitten von Marktspannungen zu.