Ein kenianisches Gericht hat den ehemaligen Gouverneur von Kiambu, Ferdinand Waititu, angewiesen, Vermögenswerte im Wert von 131 Millionen Ksh an den Staat abzutreten, in einem Fall mit mutmaßlich korrupt erworbenen Gütern. Das Urteil fällte Richter Nixon Sifuna, der eine Klage der Ethics and Anti-Corruption Commission (EACC) teilweise zugelassen hat. Waititu und seine Frau Susan Ndung'u standen vor der Aussicht, über 1,9 Milliarden Ksh an Vermögen abzutreten, doch das Gericht hat die Verwertung reduziert.
Gerichtsurteil
In seinem Urteil vom Freitag, den 19. Dezember 2025, befahl Richter Nixon Sifuna Waititu und seiner Frau, spezifische Vermögenswerte abzutreten, darunter zwei Grundstücke im Wert von 32 Millionen Ksh, einen Caterpillar-Traktor im Wert von 11 Millionen Ksh und zwei Autos zu je 600.000 Ksh. Das Gericht stellte fest, dass das Paar nicht ausreichende Beweise dafür erbracht habe, dass die Vermögenswerte legal erworben wurden.
Der Fall wurde 2022 von der EACC vor der Abteilung für Korruptions- und Wirtschaftskriminalität eingeleitet und wirft Waititu vor, über 1 Milliarde Ksh an unerklärlichen Vermögenswerten angehäuft zu haben, während er von 2015 bis 2017 Abgeordneter für den Wahlkreis Kabete und von 2017 bis 2020 Gouverneur des Kiambu County war. Die EACC behauptet, die Immobilien seien aus Erlösen fragwürdiger Beschaffungsverträge entstanden, die mit Waititu und seiner Frau verbunden sind.
Das Gericht reduzierte jedoch die Verwertung und urteilte, dass die Vorwürfe der EACC nicht ausreichend klar seien und nicht durch solide Beweise gestützt würden. Dadurch musste Waititu nicht alle aufgeführten Vermögenswerte abtreten.
Vor diesem Urteil war Waititu im Februar in einem weiteren Korruptionsfall zu 12 Jahren Haft oder einer Geldstrafe von 52,5 Millionen Ksh verurteilt worden, der 588 Millionen Ksh betraf. Das Urteil unterstreicht die Herausforderungen, vor denen die EACC bei der Rückgewinnung korrupt erworbener Vermögenswerte steht, und bietet Waititu eine gewisse Erleichterung.
Das Gericht betonte die Notwendigkeit robuster Beweise in solchen Fällen, was zukünftige Korruptionsverfahren in Kenia beeinflussen könnte.