Kubas Tourismus bricht im ersten Quartal aufgrund der Energiekrise um 48 % ein

Das kubanische Nationale Amt für Statistik und Information (ONEI) meldete für die Monate Januar, Februar und März 2026 insgesamt 298.000 Touristenankünfte, was einem Rückgang von 48 % gegenüber den 573.300 Besuchern im gleichen Zeitraum des Jahres 2025 entspricht. Die durch geopolitische Spannungen verschärfte Energiekrise hat den Sektor schwer getroffen. Fluggesellschaften haben Verbindungen ausgesetzt, und der interne Transport ist mit erheblichen Einschränkungen konfrontiert.

Das ONEI gab die Touristenzahlen mit 184.800 im Januar, 77.660 im Februar und nur noch 35.560 im März an. Die wichtigsten Herkunftsländer waren Kanada und Russland; zudem verzeichnete die Insel weniger Besuche aus der kubanischen Diaspora.

Die Krise verschärfte sich durch das Öl-Embargo, das US-Präsident Donald Trump im Januar verhängte, nachdem ein Angriff auf Venezuela mit dem Ziel der Gefangennahme von Nicolás Maduro erfolgt war. Kuba war auf venezolanisches Rohöl angewiesen, und Trump drohte Ländern, die die Insel mit Öl beliefern, mit Zöllen.

Fluggesellschaften wie Iberia, Air Canada und Air France setzten ihre Flüge aus, da es in Kuba an Treibstoff für die Betankung mangelt. Andere wie W2Fly und Air Europa reduzierten ihre Frequenzen und tanken stattdessen in der Dominikanischen Republik nach.

Häufige Stromausfälle, Versorgungsengpässe und eingeschränkte Transportmöglichkeiten beeinträchtigen die Besucher. Mietwagen erhalten an speziellen Tankstellen nur 20 Liter Benzin, wofür tagelange Wartezeiten in Kauf genommen werden müssen. Ende letzten Monats traf der russische Tanker Anatoly Kolodkin mit 730.000 Barrel ein und trotzte damit dem Embargo; ob ein zweites Schiff eintreffen wird, bleibt ungewiss.

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