Kubas Nationales Elektrosystem ist durch einen Ausfall im Kraftwerk Antonio Guiteras zusammengebrochen, wodurch mehr als die Hälfte des Landes ohne Strom dasteht, von Pinar del Río bis Camagüey. Ganz Havanna bleibt nach dem Vorfall am Mittwoch im Dunkeln.
Ein unerwarteter Ausfall im thermoelektrischen Kraftwerk Antonio Guiteras in Matanzas führte gegen 12:41 Uhr am Mittwoch zum Zusammenbruch des Nationalen Elektrosystems Kubas (SEN). Dieses Kraftwerk, das größte und wichtigste des Landes, trennte sich aufgrund eines Lecks im Kessel ab, wie in einer kurzen Erklärung der National Electric Union (UNE) heißt. Das staatliche Unternehmen erklärte, dass „alle Protokolle zur Wiederherstellung des Nationalen Elektrosystems (SEN) bereits im Gange sind“.Der Blackout erstreckt sich von Pinar del Río bis Camagüey und betrifft einen großen Teil der Bevölkerung. Die strukturelle Zerbrechlichkeit des SEN, gekennzeichnet durch chronische Defizite bei der Stromerzeugung, häufige Ausfälle in thermoelektrischen Kraftwerken und Einschränkungen bei der Brennstoffversorgung, verschärft solche Vorfälle. Dies ist der erste vollständige Systemzusammenbruch in diesem Jahr, obwohl in früheren Jahren, wie Ende 2024 und Anfang 2025, mehrere landesweite oder regionale Stromausfälle aufgrund von Ausfällen in Schlüsselinheiten oder extremen Defiziten auftraten.Die anhaltenden Unterbrechungen haben die wirtschaftliche Aktivität, den Verkehr, die Telekommunikation und die Wasserversorgung beeinträchtigt und verstärken die Unzufriedenheit der Bürger inmitten täglicher Stromausfälle, die in einigen Provinzen 20 Stunden überschreiten. Bisher hat die UNE keinen Zeitrahmen für die vollständige Wiederherstellung des Dienstes angegeben, inmitten einer extremen Krise, die durch die US-Ölblockade verschärft wird, welche auf die Intervention in Caracas am 3. Januar folgte.