Einwohner von Havanna protestieren mit Topfschlagen gegen Stromausfälle

Einwohner von Nuevo Vedado in Havanna schlugen am Donnerstagabend nur wenige Häuserblocks vom Hauptquartier der Kommunistischen Partei Kubas entfernt auf Töpfe und Pfannen, während es erneut zu anhaltenden Stromausfällen kam. Der Aktivist Magdiel Jorge Castro teilte ein Video des Protests auf Facebook. Der staatliche Stromversorger Unión Eléctrica berichtete, dass während der Spitzenzeiten mehr als die Hälfte Kubas ohne Strom war.

Der Protest durch Topfschlagen fand am Donnerstagabend während eines der langen Stromausfälle statt, die den Alltag der Kubaner belasten. Ein von dem Aktivisten Magdiel Jorge Castro auf Facebook geteiltes Video zeigt verdunkelte Gebäude, in denen lediglich einige Lichter von Mobiltelefonen, Generatoren oder Solarpaneelen zu sehen sind.

"Ich hoffe, Díaz-Canel hört sich den Klang des heutigen Protests genau an", schrieb Castro begleitend zu den Aufnahmen.

Der staatliche Versorger Unión Eléctrica (UNE) erklärte auf seiner Facebook-Seite, dass während der Spitzenzeiten am Donnerstag mehr als die Hälfte Kubas gleichzeitig ohne Strom war. In öffentlichen Kommentaren werden Situationen wie 30 aufeinanderfolgende Stunden ohne Strom, drei Stunden in 24 Stunden oder zwei Stunden pro Tag beschrieben.

Am selben Tag eröffnete Miguel Díaz-Canel das fünfte Patria-Kolloquium, ein Treffen ausländischer Unterstützer des Regimes und Aktivisten, das seit 2022 stattfindet. Ein Kommentator hinterfragte das Ausbleiben eines "Stromdefizits" während einer Regimewelle an der Ecke 12. und 23. Straße in Vedado, wo Díaz-Canel einräumte, dass es Kuba "absolut an Treibstoff für fast alles fehlt".

In einem damit zusammenhängenden Protestfall sitzen das Oppositionsehepaar Alexeis Serrano Águila und Delis Frometa Suárez seit dem 13. April in Palma Soriano in Haft. Ihnen werden nach Angaben der Rechtsgruppe Cubalex wegen des Anfechtens eines Bußgeldes in Höhe von 16.000 Pesos für Straßenverkauf am 11. April Vorwürfe der Missachtung vorgeworfen, die mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden können.

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