Der deutsche Leitindex Dax hat am Donnerstag um 1,1 Prozent nachgegeben und bei 23.807 Punkten geschlossen. Die Investoren reagieren besorgt auf die unsichere zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg sowie israelische Luftangriffe im Libanon. Zusätzlich dämpfen Protokolle der US-Notenbank Fed die Stimmung.
Nach einem starken Anstieg am Mittwoch ist am deutschen Aktienmarkt Ernüchterung eingekehrt. Der Dax legte gestern um 5,1 Prozent auf 24.080 Punkte zu, getrieben von der angekündigten Waffenruhe. Heute schloss er jedoch 1,1 Prozent niedriger bei 23.807 Punkten.
Die Waffenruhe im Iran-Krieg wirkt brüchig. Trotz des Abkommens kam es am Mittwoch und Donnerstag zu schweren israelischen Luftangriffen auf den Libanon. Die Straße von Hormus, entscheidend für den Öl- und Gasaustransport, bleibt für die meisten Schiffe unpassierbar.
Protokolle der jüngsten Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve zeigen, dass eine wachsende Zahl von Mitgliedern eine Zinserhöhung zur Inflationsbekämpfung für notwendig hält. Im März war der Leitzins bei 3,50 bis 3,75 Prozent belassen worden.
Die Ölpreise erholten sich leicht nach einem Einbruch am Vortag. Brent mit Lieferung im Juni kostete zum Handelsschluss 96 US-Dollar pro Barrel, rund zwei Prozent höher als zuvor.