Die Weltranglistenzweite Elena Rybakina zeigte bei den Stuttgart Open ungewohnte Frustration, als sie nach dem Verlust des ersten Satzes gegen Leylah Fernandez ihren Schläger warf. Die Kasachin kämpfte sich zurück und gewann das fast dreistündige Viertelfinale mit 6:7 (5), 6:4, 7:6 (8). Im Halbfinale trifft Rybakina nun auf Mirra Andreeva.
Elena Rybakina, die wegen ihrer Gelassenheit oft als 'Eiskönigin' bezeichnet wird, fiel bei ihrem Viertelfinalmatch gegen Leylah Fernandez bei den Stuttgart Open aus ihrer Rolle. Im Tiebreak des ersten Satzes unterlief Rybakina ein Fehler bei der Rückhand, womit sie den Satz mit 6:7 an Fernandez abgab. Wütend warf sie ihren Schläger auf den Platz – eine seltene Gefühlsausbrüche der zweifachen Grand-Slam-Siegerin. Das Match dauerte fast drei Stunden, während beide Spielerinnen intensiv um jeden Punkt kämpften. Fernandez nahm Rybakina dreimal den Aufschlag ab, unter anderem im dritten Satz, als sie mit 5:3 führte und zum Sieg aufschlug. Rybakina wehrte zwei Matchbälle ab, schaffte das Re-Break, brachte ihren Aufschlag durch und entschied den Tiebreak des letzten Satzes mit 8:6 für sich. Mit diesem Sieg baut Rybakina ihre direkte Bilanz gegen Fernandez auf 3:2 aus. In ihrem Interview nach dem Spiel gab Rybakina zu, anfangs Schwierigkeiten gehabt zu haben. 'Nichts hat wirklich funktioniert. Besonders am Anfang war da viel Frustration. Es ging einfach bergab. Der Aufschlag kam nicht', sagte sie. 'Irgendwie habe ich meinen Kampfgeist wiedergefunden... Es war ein wirklich schwieriger Tag.' Sie fügte hinzu, dass sie versucht habe, trotz verpasster Chancen, das Spiel früher zu beenden, positiv zu bleiben. Als topgesetzte Spielerin stieg Rybakina erst im Achtelfinale ein und besiegte dort Diana Schnaider mit 6:3, 6:4. Sie hatte zuvor auf den Billie Jean King Cup für Kasachstan gegen Kanada verzichtet, um den Start in die Sandplatzsaison zu verschieben. Im Halbfinale trifft sie nun auf Mirra Andreeva, gegen die sie in der direkten Bilanz mit 1:2 zurückliegt.