Die Anwälte der Großeltern von Émile Soleil reichten am Freitag Hunderte von Seiten mit Anträgen bei den Untersuchungsrichtern ein, darunter neue Suchaktionen und umfangreiche DNA-Proben rund um den Weiler Haut-Vernet. Anne und Philippe Vedovini, die sich als Zivilkläger beteiligt haben, halten einige Orte für unzureichend untersucht nach dem Verschwinden des Kindes am 8. Juli 2023. Sie wollen die Ermittlungen zum Tod ihres Enkels wiederbeleben, bei denen nur ein Schädelstück gefunden wurde.
Die Großeltern von Émile Soleil, Anne und Philippe Vedovini, wollen in der Untersuchung zum Tod ihres Enkels nicht tatenlos zusehen. Am Freitag übermittelten ihre Anwälte den Untersuchungsrichtern detaillierte Unterlagen aus eigenen Nachforschungen. Diese Hunderte von Seiten enthalten neue Anträge auf Maßnahmen zur Vertiefung der Suchen. Me Julien Pinelli, Anwalt von Anne Vedovini, betont, dass diese Anträge eine „legitime Mitwirkung“ darstellen und keine Gegenermittlung. Die Vedovinis fordern neue Ausgrabungen am Ort Haut-Vernet in den Alpes-de-Haute-Provence. Das Kind verschwand am Nachmittag des 8. Juli 2023, nachdem es an wenigen Häusern vorbeigekommen war und in die Wildnis ging. Die Anwälte heben unvollständige Durchsuchungen hervor: den Weiler selbst, die Waschstelle, wo die Spur endet, umliegende Wege, steile Macchia, Ebenen, Wälder und Schluchten. Me Isabelle Colombani, die Philippe Vedovini vertritt, stellt fest, dass viele landwirtschaftliche Gebäude nie durchsucht wurden. Nur ein Schädelstück wurde am 30. März 2024 auf einem Wanderweg gefunden, offenbar absichtlich dort platziert. Der Rest des Körpers und die persönlichen Gegenstände des Kindes fehlen noch immer. Das Rechts(team fordert auch erneute Vernehmungen mehrerer Zeugen, von denen einige nur schriftlich gehört wurden, was die Aussagen möglicherweise eingeschränkt hat. Diese Spuren sollen Lücken schließen und den vermuteten Tötungsdelikt vollständig aufklären.