Carsten Schneider äußerte sich am Sonntag zu den jüngsten Hitzerekorden und den Folgen von Wassermangel für die Wirtschaft.
Der Umweltminister stellte fest, dass Deutschland noch nicht ausreichend auf zunehmende Hitzewellen vorbereitet sei. Die Hitze schade der Volkswirtschaft enorm. Die Regierung arbeite an einem Klimaanpassungsgesetz und am Umbau der Städte mit mehr Bäumen, Grünflächen und Schatten sowie weniger Versiegelung.
Wasserknappheit werde zunehmend zur Standortfrage für Unternehmen, so Schneider. Sinkende Grundwasserspiegel und austrocknende Seen seien wirtschaftlich relevant, da viele Firmen von der Wasserverfügbarkeit abhängen. Große Ansiedlungen mit hohem Wasserbedarf könnten künftig gebremst werden.
Neben der Versorgungssicherheit für die nächsten zehn bis 20 Jahre spiele auch die Akzeptanz in der Bevölkerung eine Rolle. In manchen Regionen gebe es bereits Einschränkungen, und Widerstand wachse, wenn Wassermangel befürchtet werde. Der Prozess der Anpassung dauere 20 bis 25 Jahre.