Ökonomen des wissenschaftlichen Beirats beim Stabilitätsrat sehen für 2026 ein übermäßiges Defizit von 4,25 Prozent voraus. Sie mahnen die Bundesregierung zu mehr Einsparungen, um einen Verstoß gegen EU-Schuldenregeln zu vermeiden.
Die Experten rechnen damit, dass die Staatsausgaben 2026 um 5,75 Prozent steigen werden. Das liegt über der mit der EU vereinbarten Obergrenze von 4,5 Prozent. Nur etwa die Hälfte der Überschreitung ist auf höhere Verteidigungsausgaben zurückzuführen.
Der Beirat empfiehlt nachdrücklich, den Anstieg der Schuldenquote so weit wie möglich zu begrenzen. Andernfalls drohe Deutschland bald gegen die EU-Schuldenregeln zu verstoßen. Ein Guthaben aus dem Jahr 2025 könnte jedoch kurzfristig helfen.
Der Stabilitätsrat überwacht die Haushalte von Bund und Ländern. Ihm gehören Bundesfinanzminister Lars Klingbeil sowie die Finanzminister der Länder an.