Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in einer neuen Analyse gewarnt, dass hohe Verteidigungsausgaben trotz Wachstumsimpulsen Risiken bergen. In Deutschland plant Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) für dieses Jahr rund 83 Milliarden Euro für die Verteidigung aus. Weltweit haben in den vergangenen fünf Jahren etwa die Hälfte aller Länder ihre Militärhaushalte erhöht.
Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) wird nächste Woche Kollegen bei der Frühjahrstagung des IWF in Washington treffen. Vor etwa einem Jahr lockerte der Bundestag die Schuldenbremse, um mehr Kredite für Rüstungsausgaben zu ermöglichen. Klingbeil nutzt dies und hat das Verteidigungsbudget auf den zweitgrößten Posten im Bundeshaushalt gehoben – von 47 Milliarden Euro vor fünf Jahren auf nun 83 Milliarden.
Die IWF-Analyse, die am Mittwoch veröffentlicht wurde, widmet sich der Frage, ob steigende staatliche Ausgaben für Aufrüstung das Wirtschaftswachstum ankurbeln können. Der Fonds bestätigt positive Effekte, warnt jedoch vor negativen Nebenwirkungen, die sich bereits abzeichnen – auch in Deutschland.
Angesichts geopolitischer Spannungen erwartet der IWF einen Fortsetzungstrend bei den Ausgabensteigerungen. Etwa die Hälfte aller Länder hat ihre Militärhaushalte in den letzten fünf Jahren erhöht.