Der Internationale Währungsfonds hat seinen Bericht über die zweite Überprüfung der erweiterten Fondsfazilität mit Argentinien veröffentlicht. Er billigte eine Auszahlung von einer Milliarde Dollar und äußerte Anmerkungen zu Statistiken und Haushaltszielen.
Das multilaterale Gremium beschrieb die Leistung Argentiniens als durchwachsen. Es hob den Haushaltsüberschuss und den Rückgang der Inflation hervor, merkte jedoch an, dass der Prozess in einem eher allmählichen Tempo verlaufen werde.
Der IWF kritisierte den offiziellen Verbraucherpreisindex als veraltet, da er auf Konsummustern aus den Jahren 2004 und 2005 basiere. Er forderte ein neues Gesetz, um eine größere Unabhängigkeit des INDEC zu gewährleisten.
Der Bericht prognostiziert ein BIP-Wachstum von 3,5 Prozent im Jahr 2026, eine Inflation von 25 Prozent in diesem Jahr und einen Primärüberschuss von 1,4 Prozent des BIP. Zudem wurde ein Anstieg der Nettoreserven um mindestens acht Milliarden Dollar geschätzt.
Verschiedene Ökonomen und politische Führungskräfte reagierten auf das Dokument. Einige hoben das Signal des Vertrauens hervor, während andere die Lockerung der Reserveziele kritisierten.