Dr. Nicholas Igwe hat davor gewarnt, dass Nigeria aufgrund schwacher institutioneller Rahmenbedingungen eine prognostizierte Marktchance von 26 Milliarden US-Dollar im Bereich der Sanitärversorgung bis 2030 verpasst.
Dr. Nicholas Igwe, Global Head und National Coordinator des Organised Private Sector in Water, Sanitation and Hygiene (OPS-WASH), äußerte diese Warnung am Dienstag in Abuja. Er sprach bei einer Pressekonferenz über die Erschließung von Investitionen des Privatsektors für Infrastruktur im Bereich Wasser, Sanitär und Hygiene (WASH) in Afrika. Igwe, der auch dem Presidential Steering Committee on Sanitation angehört, erklärte, dass nicht mangelndes Interesse privater Akteure, sondern Investitionshürden Nigeria daran hindern, Wertschöpfungspotenziale in Bereichen wie Wasserwiederaufbereitungsanlagen und städtischen Sanitärnetzen zu nutzen. Er stellte fest, dass die Herausforderungen auf schwache institutionelle Strukturen zurückzuführen seien. Der OPS-WASH-Koordinator plädierte für eine Engagement-Plattform des Privatsektors im Rahmen einer geplanten WASH Finance Foundation, um die Lücke zwischen Regierung, Investoren und technischen Experten zu schließen. Er betonte, dass die Erreichung des Ziels für nachhaltige Entwicklung 6 (SDG 6) erhebliche jährliche globale Investitionen erfordern würde, die über das hinausgehen, was durch offizielle Entwicklungshilfe bereitgestellt werden kann.