Die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft (FGR) hat bei einem Instandhaltungsvertrag der Seguridad Alimentaria Mexicana (Segalmex) in Zacatecas eine mutmaßliche Veruntreuung von über 13 Milliarden Pesos aufgedeckt. Dies erhöht die Anzahl der gegen die Einrichtung laufenden Strafverfahren wegen Korruption auf insgesamt sieben. Die Unregelmäßigkeiten betreffen nicht erbrachte Leistungen, für die dennoch hohe Zahlungen geleistet wurden.
Die FGR stellte Unregelmäßigkeiten bei einem Vertrag fest, der im August 2019 im Wege einer Direktvergabe an Inmobiliaria Terbix für die Gebäudewartung in mindestens 29 Bundesstaaten, darunter Zacatecas, vergeben wurde. Die Ermittlungen ergaben, dass keine geplanten Anpassungen vorgenommen wurden und keine Änderungen stattfanden; lediglich zwei Strukturen in Form von Metallcontainern wurden errichtet, eine davon blieb unvollendet. Dennoch wurden 13,8 Millionen Pesos ausgezahlt. Diese Anschuldigung lässt die Zahl der Strafverfahren gegen Segalmex wegen verschiedener Korruptionsdelikte laut der Nachrichtenagentur Reforma auf sieben ansteigen. Die 2019 gegründete Einrichtung, die eine erschwingliche Grundnahrungsversorgung sicherstellen sollte, sah sich mit Prüfungen konfrontiert, die simulierte Verträge, Zahlungen an Scheinfirmen und nicht belegte Transaktionen aufdeckten. Die Auditoría Superior de la Federación (ASF) beziffert den Vermögensschaden auf über 15 Milliarden Pesos, wobei nicht der gesamte Betrag direkt veruntreut wurde. Im Dezember 2023 verhaftete die FGR den ehemaligen Verwaltungsdirektor René Gavira wegen Veruntreuung von über 20 Milliarden Pesos und des Kaufs von wertlosen Anleihen in Höhe von 100 Millionen Pesos. Im April 2025 wurde der ehemalige stellvertretende Betriebsleiter von Liconsa, Hugo Buentello, festgenommen. Nach dem Skandal löste die Regierung die ursprüngliche Struktur von Segalmex auf und übertrug die Funktionen auf Diconsa und Liconsa. Unter der Regierung von Präsidentin Sheinbaum ging die Einrichtung in Alimentación para el Bienestar über.