Fischer in der Nyanza-Region Kenias rund um den Victoriasee haben in zwei getrennten Vorfällen 20 scharfe Bomben entdeckt. Die Sprengkörper wurden von der Polizei gesichert und zur Untersuchung gebracht. Ihr Ursprung ist unklar, möglicherweise hängen sie mit vergangenen Konflikten oder der Kolonialzeit zusammen.
Die Fischer hielten die Sprengkörper während ihrer Routineaktivitäten für einen großen Fang. Der erste Vorfall ereignete sich am Sonntag, dem 1. März, in Litare bei Mbita, wo sie eine Kiste mit den Bomben fanden und sie ans Ufer brachten, bevor sie die Polizei alarmierten. Die Beamten kamen prompt und übernahmen die Geräte, die sie als hochgefährlich beschrieben. nnDer nächste Tag brachte einen weiteren Vorfall: Eine andere Gruppe von Fischern entdeckte am Koguna-Strand eine separate Ladung mit 14 Sprengkörpern. Alle Bomben wurden ins Polizeizentrum der Mbita Sub-County gebracht. Laut Polizei handelt es sich bei den Geräten um Treibladungstypen, die Patronen enthalten. Sie befinden sich nun in der Obhut von Sicherheitskräften im Homa-Bay-Kreis und warten auf eine sichere Entsorgung durch die Disposal and Hazardous Materials Unit mit Sitz in Kisumu City. nnDies ist nicht die erste solche Entdeckung im Victoriasee. Im August 2021 bargen Fischer aus dem Homa-Bay-Kreis 6 Mörsergranaten aus dem See. Im Jahr 2019 wurden Sprengstoffe aus der Kolonialzeit in einer alten rostigen Holztruhe im See gefunden. Bei der Entdeckung gerieten einige Fischer in Panik und sprangen ins Wasser, während andere ihr Boot in Sicherheit brachten. nnBerichten zufolge werden solche Sprengstoffe oft als Überreste vergangener militärischer Konflikte oder der Kolonialzeit betrachtet. Ähnliche Bomben wurden in anderen Teilen des Landes geborgen, insbesondere in Samburu, im Zusammenhang mit den British Army Training Units (BATUK). Die Polizei hat die Bewohner aufgefordert, solche Funde sofort zu melden.