In Kiels Stadtteil Suchsdorf wurde bei Bauarbeiten eine 250-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Am Sonntag, den 15. März 2026, soll sie entschärft werden, wofür rund 4.745 Anwohner in Kiel und 701 in Kronshagen evakuiert werden müssen. Die Polizei rät zu Vorbereitungen auf eine mehrtägige Abwesenheit.
Bei Arbeiten eines zivilen Kampfmittelräumdienstes in der Nähe der Christian-Albrechts-Universität (CAU) in Kiel-Suchsdorf wurde eine 250 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Dies ist der erste Bombenfund in Kiel im Jahr 2026, wie die Polizei mitteilte. Die Entschärfung durch den Kampfmittelräumdienst ist für den Sonntagvormittag, den 15. März, geplant.
Insgesamt sind über 5.000 Menschen betroffen: In Kiel müssen 4.745 Personen aus 2.852 Haushalten ihre Wohnungen bis 10 Uhr verlassen. Im benachbarten Kronshagen (Kreis Rendsburg-Eckernförde) sind 701 Menschen aus 187 Haushalten evakuiert. Das Evakuierungsgebiet umfasst 988 Gebäude und 20 Kleingartenanlagen. Ein Sperrgebiet mit einem Radius von etwa 1.000 Metern wird eingerichtet.
Für Anwohner ohne alternative Unterkunft öffnet das Ernst-Barlach-Gymnasium in der Charles-Roß-Ring 53 ab 9 Uhr seine Türen. Wer Hilfe beim Verlassen der Wohnung benötigt, kann das Servicetelefon der Kieler Berufsfeuerwehr unter 0431/5905-555 kontaktieren, das freitags von 8 bis 16 Uhr, samstags von 10 bis 14 Uhr und sonntags ab 8 Uhr erreichbar ist.
Straßensperrungen betreffen die Bundesstraße 76 (Olof-Palme-Damm) zwischen den Abfahrten Kiel-Holsteinknoten und Steenbeker Weg. Der Steenbeker Weg ist zwischen der B76-Abfahrt und der Projensdorfer Straße gesperrt, bleibt aber in Richtung Eckernförder Straße befahrbar. Die Eckernförder Straße bleibt in beide Richtungen offen. Der Bahnverkehr zwischen Kiel und Eckernförde ist nicht betroffen.
Die Dauer der Entschärfung ist unklar, Anwohner sollten mit mehreren Stunden rechnen und Verpflegung, Getränke sowie Medikamente mitnehmen. Die Stadt Kiel verteilt ab Mittwoch mehrsprachige Handzettel und fordert Anwohner auf, auch Nicht-Deutschsprachige zu informieren. Weitere Details finden sich auf der Stadtwebsite und beim KVG für ÖPNV-Änderungen.