Franco Parisi von der Partei des Volkes (PdG) erzielte über 2,5 Millionen Stimmen in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl 2025 und avancierte zu einer Schlüsselfigur für die Stichwahl zwischen Jeannette Jara und José Antonio Kast. Sein überraschender dritter Platz hat Diskussionen über Stimmenübertragungen ausgelöst, obwohl eine Umfrage Spaltungen zeigt. Die PdG gewann zudem 14 Abgeordnete und hat Einfluss im Kongress.
In der ersten Runde der Präsidentschaftswahl 2025 überraschte Franco Parisi mit über 2,5 Millionen Stimmen, das sind 19 % des Gesamten, und verfehlte die Stichwahl um nur vier Punkte. Sein Kampagnenspruch «weder Faschist noch Commie» sprach enttäuschte Wähler an, die sich von traditionellen Optionen nicht vertreten fühlten, wonach Nachwahlanalysen. Die von ihm geführte PdG wählte 14 Abgeordnete und wurde zu einer pivotalen Kraft im Unterhaus, wo weder Links noch Rechts eine absolute Mehrheit hat.
Eine Umfrage von Descifra ergab, dass 43 % glauben, Paris’ Stimmen würden an Kast gehen, gegenüber 39 % an Jara. Parisi erklärte jedoch, dass über 75 % seiner Unterstützer ungültig oder leer wählen würden, was Distanz zu «den Extremen» signalisiert. 2021 führte ein ähnliches Bekenntnis zu Kast nicht zu einem vollständigen Stimmenübertrag, besonders in Nordregionen wie Arica und Biobío, wo Parisi stark war, Kast aber nicht alle Stimmen holte.
Jara mit nur 28,7 % inklusive anderer Linker wirbt aktiv um Paris’ Unterstützung, übernimmt Vorschläge wie MwSt.-Rückerstattungen auf Medikamente und entlässt Berater Darío Quiroga wegen abwertender Äußerungen gegen die PdG. Kast, gestützt von fast 50 % der Rechten, hat weniger Dringlichkeit und kontrastiert Jara als Fortsetzung der Boric-Regierung. Analysten betonen, dass Paris’ wahrer Einfluss in seinem Parlamentsblock liegt, der jedoch Disziplinprobleme hat, wie 2022 bei schneller Auflösung.
Das Parisi-Phänomen beleuchtet ein Anti-System-Wählertum, getragen von Mittlereinkommen, Jugendlichen und evangelikalen Geringqualifizierten, nach vorläufigen Faro-UDD-Studien. Seine Rolle könnte nicht nur die Stichwahl am 14. Dezember, sondern auch die zukünftige Regierungsfähigkeit prägen.