Der schwedische Gitarrist und Komponist Georg „Jojje“ Wadenius ist im Alter von 80 Jahren verstorben, wie sein Manager gegenüber der Nachrichtenagentur TT mitteilte. Der Tod am Freitagmorgen kam unerwartet und löste bei Freunden und Familie Bestürzung aus. Die Musikbranche würdigt ihn als wegweisenden Musiker und einen der Begründer des schwedischen Musikwunders.
Georg „Jojje“ Wadenius starb am Freitagmorgen, dem 1. Mai 2026. Ein Nachbar fand ihn tot in seinem Bett in seinem Zuhause auf, nachdem er am Vortag nicht zu einem Treffen mit Freunden erschienen war und nicht auf Anrufe reagiert hatte, sagte seine Tochter Annika Wadenius Erlich. „Er war voll aktiv. Er hat ein aufregendes Leben geführt“, sagte sie.
Sein Manager bestätigte den Tod gegenüber TT. Wadenius, 1945 auf Kungsholmen in Stockholm geboren, wurde 80 Jahre alt. Als Autodidakt an der Gitarre und einer der profiliertesten Musiker Schwedens gelang ihm 1968 der Durchbruch mit „Made in Sweden“, und in den 1970er Jahren feierte er mit „Blood, Sweat & Tears“ internationale Erfolge.
Freunde trauern um einen engen Weggefährten und ein musikalisches Genie. Die Pianistin Lotta Hasselquist Nilsson, die in der kommenden Woche gemeinsam mit ihm in Göteborg auftreten sollte, sagte: „Einer der Guten auf dieser Welt.“ Die Sängerin Helen Sjöholm, die vor einer Woche noch mit ihm in Karlstad auf der Bühne stand, beschrieb ihn als „einen großartigen Musiker mit grenzenloser Musikalität“.
Tommy Körberg nannte ihn einen „gottbegnadeten Gitarristen“ und Janne Schaffer einen der Begründer des schwedischen Musikwunders. Tomas Ledin hob seine musikalische Bandbreite hervor, die von Rock bis hin zu Kindermusik reichte, und verwies dabei unter anderem auf die Zusammenarbeit mit Aretha Franklin und Barbro Lindgren. Die Familie plant eine Beisetzung in Oslo an der Seite seiner 2022 verstorbenen Frau Brit Grønnevik.