Top-Manager bei deutschen Unternehmen haben im April kaum Aktien ihrer Firmen verkauft, sondern bei einigen kräftig zugegriffen. Professor Olaf Stotz von der Frankfurt School beobachtet einen 'gewissen Grundoptimismus' unter Vorständen und Aufsichtsräten. Dies zeigt eine Auswertung der Insider-Deals für das Handelsblatt.
Frankfurt. Trotz anhaltender Unsicherheiten im Iran-Krieg erholen sich die Aktienmärkte. Olaf Stotz, Professor an der Privatuniversität Frankfurt School, konstatiert bei deutschen Führungskräften „einen gewissen Grundoptimismus“.
Diese Haltung spiegelt sich in den Insider-Deals wider, die Stotz monatlich für das Handelsblatt auswertet. Im April verkauften Vorstände und Aufsichtsräte nur sehr wenige Aktien ihrer eigenen Unternehmen. Stattdessen erkannten Top-Manager bei einigen Aktien Kaufchancen und griffen kräftig zu.
Besonders auffällig sind die antizyklischen Käufe gegen den Markttrend. Insider kennen ihr Unternehmen am besten und reagieren nach Kursrutschen oft schneller als andere Investoren. Die größten Käufe im April unterstreichen diesen Ansatz.