Die italienische Bank Unicredit hat ihre Beteiligung an der Commerzbank leicht erhöht und Derivate aufgestockt. Vorstandschef Andrea Orcel bereitet damit ein Aktientauschangebot vor, das nach einer Hauptversammlung am 4. Mai starten soll. Zudem hat Unicredit ihren Anteil am Versicherer Generali ausgebaut.
Frankfurt/Mailand. Unicredit hat im Vorfeld ihres angekündigten Übernahmeangebots den Zugriff auf weitere Commerzbank-Aktien gesichert. Aus einer Stimmrechtsmitteilung vom Donnerstag geht hervor, dass die direkte Beteiligung auf 26,77 Prozent von zuvor 26,04 Prozent gestiegen ist. Gleichzeitig wurde der Bestand an Total Return Swaps auf 5,87 Prozent von 3,31 Prozent erhöht; diese Derivate laufen teilweise bis Dezember, größtenteils aber bis nächstes Jahr.
Das Aktientauschangebot soll nach einer außerordentlichen Hauptversammlung der Commerzbank am 4. Mai beginnen. Orcel zielt darauf ab, die 30-Prozent-Marke zu überschreiten, ohne ein Pflichtübernahmeangebot auszulösen. Nach einer sechsmonatigen Wartefrist könnte Unicredit dann frei weitere Aktien erwerben.
In einem weiteren Schritt stockte Unicredit ihren Anteil am italienischen Versicherer Generali auf 8,7 Prozent von 6,7 Prozent auf. Dies teilte Generali-Verwaltungsratschef Andrea Sironi auf der Hauptversammlung am Donnerstag mit. Vor einem Jahr war Unicredit bei Generali eingestiegen und hatte sich mit einem rebellischen Investor verbündet, plante Orcel jedoch später einen Abbau.