Die Hauptversammlung der Deutschen Post AG hat am Dienstag der Ausgliederung des Brief- und Paketgeschäfts als Division zugestimmt. Über 180.000 Mitarbeiter wechseln den Arbeitgeber. Vorstandschef Tobias Meyer betont mehr Transparenz und Flexibilität.
In Bonn genehmigte die Hauptversammlung der Deutschen Post AG am Dienstag den Konzernumbau. Das Kerngeschäft rund um die Zustellung von Briefen und Paketen, das auf über 500 Jahre Geschichte zurückblickt, wird als untergeordnete Division ausgegliedert. Die Ausgliederung war seit März notariell beurkundet.
Vorstandschef Tobias Meyer begründete den Schritt: „Damit entspricht der rechtliche Aufbau künftig dem, wie wir das Unternehmen seit Jahren führen.“ Er versprach mehr Transparenz und Flexibilität. Im Zuge der Privatisierung 2000 hatte sich der Konzern durch Zukäufe von Danzas, DHL und Exel verstärkt.
Mehr als 180.000 deutsche Zusteller erhalten einen neuen Arbeitgeber. Der Konzern bietet einen Betriebsübergang an. „Für die Arbeitnehmer ergeben sich dadurch keine Nachteile“, sagte Meyer auf der Hauptversammlung. „Auch die Beamten werden unverändert weiterbeschäftigt.“