Bertelsmann-Chef Thomas Rabe hat im Interview mit dem Handelsblatt angekündigt, dass Indien für den Konzern eine viel größere Rolle spielen werde. Der Konzern strebe dort einen Umsatz von einer Milliarde Euro an. Rabe betont die Internationalisierung in seinen letzten Monaten als Vorstandschef.
Köln. Thomas Rabe hat Bertelsmann in 15 Jahren stark internationalisiert. In seinen letzten Monaten als Vorstandschef will er diese Strategie vorantreiben, wie er dem Handelsblatt sagte. Indien rücke dabei in den Fokus: „Indien wird für Bertelsmann in Zukunft eine sehr viel größere Rolle spielen als heute“, kündigt Rabe an. Der Konzern, dem RTL Group und Penguin Random House gehören, peilt dort einen Umsatz von einer Milliarde Euro an. Etwa ein Drittel des Bertelsmann-Umsatzes stammt inzwischen aus den USA, dem wichtigsten Medienmarkt der Welt, sagt Rabe. Trotz einer Klage des US-Präsidenten Donald Trump gegen Penguin Random House sehe er darin Chancen. Rabe, der seinen Posten zum Jahresende an Thomas Coesfeld übergibt, hofft auf eine schnelle Genehmigung des Zusammenschlusses von RTL und Sky in Deutschland. Damit solle RTL zu internationalen Streamern wie Netflix und Amazon Prime aufschließen. Im Interview erläutert er die erwarteten Synergien des Kaufs und seine Vorbereitungen auf den Abschied.