Rohde & Schwarz schließt 4,9-Milliarden-Dollar-Deal mit US-Flughäfen ab

Das Münchner Hightech-Familienunternehmen Rohde & Schwarz hat letzte Woche einen Auftrag über 4,9 Milliarden Dollar für die Umstellung US-amerikanischer Flughäfen auf digitale Kommunikation erhalten. CEO Christian Leicher betont in seinem ersten großen Interview die Rolle des Unternehmens bei Körperscannern und Bundeswehr-Projekten. Er fordert bessere Kommunikation für zukünftige Erfolge.

Rohde & Schwarz, ein globales Hightech-Unternehmen mit 16.000 Mitarbeitern, hat seinen Hauptsitz im Münchner Werksviertel am Ostbahnhof. Viele seiner Leistungen, wie der Aufbau von Mobilfunknetzen, bleiben der Öffentlichkeit verborgen, da die meisten Aufträge von Sicherheitsbehörden oder dem Militär stammen und der Geheimhaltung unterliegen.

Letzte Woche kündigte das Unternehmen einen der größten Aufträge seiner Geschichte an: Für 4,9 Milliarden Dollar soll es US-Flughäfen auf digitale Kommunikation umstellen. „Und wenn Sie am Flughafen durch einen Körperscanner laufen – dann ist der in vielen Fällen von Rohde & Schwarz“, sagte Christian Leicher, der das Familienunternehmen in der dritten Generation leitet.

Beim Bundeswehrprojekt D-LBO ist es der Truppe bisher nicht gelungen, ausreichend digitale Funkgeräte bereitzustellen. Das Projekt des digitalen Störpanzers „Maus“ wurde vom Haushaltsausschuss des Bundestags gestoppt, da das Angebot von Rohde & Schwarz ausreicht. Leicher will in beiden Fällen Verbesserungen vornehmen.

„Eine Erkenntnis daraus ist, dass wir vorher stärker und besser kommunizieren müssen“, betonte der CEO. Technische Lösungen allein reichten nicht aus, wie er in dem Interview erläuterte.

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