Das deutsch-amerikanische Start-up Auterion und der ukrainische Rüstungskonzern Airlogix haben in Berlin einen Vertrag zur Produktion von Angriffsdrohnen mit einer Reichweite von 1000 bis 1500 Kilometern unterzeichnet. Der Vertrag wurde in Anwesenheit von Bundeskanzler Friedrich Merz besiegelt. Die Drohnen sollen Ziele tief im russischen Hinterland erreichen können.
Auterion-Chef Lorenz Meier und Airlogix-CEO Vitalii Kolesnichenko unterzeichneten den Vertrag am Dienstag in Berlin. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) war dabei. Die Drohnen ähneln den russischen Shahed-Modellen und können Sprengköpfe von 20 bis 40 Kilogramm tragen.
Die Produktion soll zunächst in einer Fabrik in München starten, gefolgt von einer weiteren Stätte in Ostdeutschland. Der Vertrag sieht die Fertigung von Tausenden Drohnen vor, wobei Stückzahlen und Finanzdetails offen bleiben. Auterion stellt die Software, Airlogix die Montage.
Auch der Münchner Drohnenhersteller Quantum Systems erweitert seine Kooperationen mit ukrainischen Firmen um zwei weitere Joint Ventures. Seit einer Absichtserklärung im Oktober 2025 zwischen Deutschland und der Ukraine entstehen mehrere solcher Partnerschaften.
„Unsere Ingenieure haben diese Systeme unter Beschuss entwickelt“, sagte Kolesnichenko. Die Zusammenarbeit soll die Produktion skalieren und Feedback aus dem ukrainischen Gefechtsfeld nutzen, um die Drohnen auch für andere internationale Partner verfügbar zu machen.