Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sarkastisch auf die Bemerkungen des Rheinmetall-Chefs Armin Papperger zur ukrainischen Drohnenproduktion reagiert. Papperger hatte in einem Interview mit The Atlantic die Technik mit Lego-Spiel und Hausfrauenarbeit verglichen. Selenskyj konterte: Dann könne jede ukrainische Hausfrau CEO von Rheinmetall sein.
In einem Interview mit dem US-Magazin The Atlantic verglich Rheinmetall-Chef Armin Papperger die ukrainische Drohnenentwicklung mit "Spielen mit Legosteinen". Er sagte, ukrainische Hausfrauen produzierten Teile mit 3D-Druckern in der Küche, und dies sei "keine Innovation".
Selenskyj reagierte auf X: "Wenn jede Hausfrau der Ukraine wirklich Drohnen herstellen kann, dann kann jede Hausfrau der Ukraine CEO von Rheinmetall sein." Er nannte die Äußerungen "befremdlich" und "grotesk" und forderte Wettbewerb mit Technologien statt Rhetorik.
In der Ukraine lösten die Worte Empörung aus. Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko betonte die Rolle der Frauen in der Verteidigung. Unter Hashtags wie #MadeByHousewives und #LEGODrones formierte sich Kritik in sozialen Medien.
Rheinmetall reagierte auf X mit Respekt vor den ukrainischen Anstrengungen und lobte die "Innovationskraft und den Kampfgeist" des Volkes. KNDS-Chef Tom Enders kritisierte Papperger gegenüber dem Handelsblatt: Wer so spreche, habe die Veränderungen moderner Kriegsführung nicht verstanden, wo Software, Robotik und KI entscheidend seien.
Drohnen spielen im seit über vier Jahren andauernden Krieg gegen Russland eine Schlüsselrolle, wie ein Berater Selenskyjs betonte: Ukrainische Drohnen hätten mehr als 11.000 russische Panzer zerstört.