Der Panzerhersteller KNDS hat die Erweiterung der Produktion des Radpanzers Boxer in seinem Stammwerk in München-Allach vorgestellt. Es handelt sich um die erste Serienproduktion seit Ende des Kalten Kriegs. CEO Florian Hohenwarter plant weitere Kapazitätserweiterungen für mögliche Großaufträge der Bundeswehr.
KNDS Deutschland hat am Mittwoch die Produktionserweiterung des Radpanzers Boxer in München-Allach präsentiert. Die Bundeswehr könnte bis zu 3000 Fahrzeuge bestellen, obwohl genaue Zahlen noch nicht bestätigt sind.
Florian Hohenwarter, Chef von KNDS Deutschland, führt Prinzipien der Autoindustrie ein. Für den Boxer-Auftrag kooperiert KNDS erstmals mit dem großen Zulieferer Dräxlmaier, der austauschbare Missionsmodule in einem eigenen Werk baut. Dadurch kann die Produktion im Stammwerk deutlich gesteigert werden.
Hohenwarter plant zusätzliche industrielle Kapazitäten. „Wir werden noch zusätzliche industrielle Kapazität für die Produktion des Boxers benötigen“, sagte er im Interview mit dem Handelsblatt. Ein neues Werk zu bauen würde zu lange dauern.
Stattdessen bevorzugt er bestehende Standorte. „Das geht mit einem bestehenden industriellen Standort viel schneller“, erklärte Hohenwarter. „Eine eingespielte Mannschaft, etwa aus der Autoindustrie, wäre ideal. Wir sind dazu in Gesprächen.“