Im olympischen dorf in mailand grassiert das norovirus im finnischen eishockey-team, was athleten und ärzte in alarmbereitschaft versetzt. Katharina blume, leiterin des deutschen medizinischen teams, gab am donnerstag leichte entwarnung: Es gibt einen bestätigten fall und drei weitere mit symptom, aber keine neuen positiven fälle. Sie mahnt dennoch zur höchsten vorsicht, um eine ausbreitung zu verhindern.
Die nachricht über den bestätigten norovirus-fall bei einer eishockeyspielerin im finnischen olympia-team verbreitete sich rasch im olympischen dorf im süden mailands, berichtet katharina blume. Als leiterin des medizinischen teams der deutschen mannschaft betonte sie bei einem medientreffen am donnerstagnachmittag, dass das virus, das erbrechen und durchfall verursacht, bisher begrenzt bleibt. „Es gibt einen bestätigten fall und drei weitere spielerinnen weisen symptom auf. Heute kam aber kein weiterer positiver fall hinzu“, sagte blume auf nachfrage des redaktionsnetzwerks deutschland (rnd).
Die athleten sind bei großen ereignissen wie den olympischen winterspielen 2026 besonders sensibilisiert. „Sie haben desinfektionssprays dabei. Einige laufen außerhalb des zimmers mit atemschutzmaske rum“, erklärte die 41-jährige ärztin, die neben ihrer arbeit für den deutschen olympischen sportbund (dosb) als kardiologin im bg klinikum unfallkrankenhaus berlin tätig ist. Die deutschen athleten, die im sechsten und siebten stock eines hochhauses im dorf untergebracht sind, werden vorerst keine toiletten außerhalb ihres quartiers nutzen.
Ein ausbruch im deutschen team wäre „natürlich der worst case“, warnt blume. Wahrscheinlich haben die finnischen spielerinnen das virus aus der heimat mitgebracht. Aufgrund des falls musste das spiel der finninnen gegen kanada vom donnerstag, 21.10 uhr, auf den kommenden donnerstag verschoben werden. Im training standen nur noch zehn spielerinnen zur verfügung, während 13 in quarantäne oder isolation waren. Regularien erfordern 17 spielerinnen für eine reguläre part.