Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Niederlage bei der Bewerbung Deutschlands für den UN-Sicherheitsrat zur Kenntnis genommen. Die Abstimmung endete mit einem historischen Misserfolg.
Merz äußerte sich am Mittwochabend in einem knappen Statement. „Wir haben uns mit Überzeugung beworben“ und „Wir haben das Ziel nicht erreicht“, sagte er nach der Abstimmungsniederlage.
Deutschland, eines der wichtigsten Geberländer der Vereinten Nationen, verpasste den Einzug in das Gremium zum ersten Mal. Auch hochrangige Koalitionspolitiker bezeichneten das Ergebnis als schweren Schlag für den Kanzler persönlich.
Die Opposition kritisierte Merz als „Außenkanzler“ und sprach von einer Schlappe. Merz hatte im September die Generalversammlung in New York zugunsten der Haushaltswoche in Berlin ausgelassen.
Die Niederlage reiht sich in eine Serie von Pannen während seiner bisherigen Amtszeit ein. Merz steht nun vor entscheidenden Verhandlungen über ein Reformpaket.