Deutschland hat bei der wahl für einen nichtständigen sitz im un-sicherheitsrat eine historische niederlage erlitten. Das land erhielt nur 104 stimmen und verfehlte damit die erforderliche mehrheit. Portugal und österreich sicherten sich die beiden verfügbaren plätze für die periode 2027 und 2028.
Die abstimmung fand am mittwoch in new york statt. Deutschland landete hinter portugal mit 134 stimmen und österreich mit 131 stimmen. Für einen sitz waren 127 stimmen nötig.
außenminister johann wadephul bezeichnete das ergebnis als herbe niederlage. Er schloss persönliche konsequenzen aus und verwies auf den späten beginn der kandidatur sowie möglichen einfluss russlands.
bundeskanzler friedrich merz betonte dennoch das engagement deutschlands in den vereinten nationen. oppositionsparteien wie die grünen kritisierten die bundesregierung für mangelndes profil in bereichen wie klimaschutz und völkerrecht.