Die chilenische Regierung hat dem Kongress einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die Zeiträume für die Durchschnittsberechnung der 40-Stunden-Woche verlängert und eine Sonderregelung für den Tourismussektor vorsieht.
Der am 13. Juli 2026 angekündigte Gesetzentwurf legt eine allgemeine Regelung fest, die es ermöglicht, die reguläre Arbeitszeit über einen Zeitraum von bis zu 16 Wochen zu verteilen. Für den Tourismus und verwandte Aktivitäten schafft eine Sonderregelung Zeiträume von bis zu 52 Wochen. Arbeitsminister Tomás Rau erklärte, dass die Änderung darauf abziele, Unternehmen in saisonabhängigen Sektoren Flexibilität zu ermöglichen, ohne die 40-Stunden-Woche zu verändern. Der Mechanismus erfordert eine schriftliche Vereinbarung zwischen den Parteien sowie einen im Voraus festgelegten Zeitplan. Zu den weiteren Änderungen gehören die Erhöhung der maximalen aufeinanderfolgenden Sonntage, die durch eine jährliche Vereinbarung gearbeitet werden dürfen, von 8 auf 12 sowie die Erhöhung der Ausgleichstage für Überstunden von 5 auf 10. Tourismusstaatssekretärin María Paz Lagos merkte an, dass die Maßnahme die Informalitätsrate des Sektors von 32 % senken werde.