Finanzminister Dario Durigan bekräftigte am Dienstag seine Ablehnung jeglicher finanzieller Entschädigungen für Unternehmen aufgrund der Arbeitszeitverkürzung in Brasilien.
Während einer öffentlichen Anhörung in der Sonderkommission der Abgeordnetenkammer erklärte Durigan, er sei „radikal gegen“ Kompensationsmaßnahmen wie etwa Lohnnebenkostensenkungen. Er argumentierte, dass die Verfügungsgewalt über die Arbeitszeit beim Arbeitnehmer liege, nicht beim Arbeitgeber.
Der Minister räumte ein, dass einige Sektoren mit höheren Kosten konfrontiert sein könnten, stellte jedoch fest, dass die Auswirkungen nicht flächendeckend sein werden. Ihm zufolge wurde die Reduzierung der Arbeitszeit, wie etwa der Übergang zum 5x2-Modell, bereits von der Wirtschaft aufgefangen und könnte die Produktivität steigern, ähnlich wie die Auswirkungen von Mindestlohnerhöhungen.
Durigan merkte zudem an, dass die Abschaffung des 6x1-Modells die informelle Beschäftigung verringern sollte, indem reguläre Arbeit attraktiver gemacht wird. Die Sonderkommission setzt ihre Debatten fort, wobei für die kommenden Tage weitere Anhörungen geplant sind.