Mexiko erlässt Dekret zur schrittweisen Reduzierung der Arbeitswoche auf 40 Stunden

Nach Zustimmung des Kongresses hat Präsidentin Claudia Sheinbaum ein Dekret unterzeichnet, das am 3. März 2026 im Amtsblatt der Föderation veröffentlicht wurde und die mexikanische Arbeitswoche schrittweise von 48 auf 40 Stunden bis 2030 ohne Lohnkürzungen verringert. Es verpflichtet zu einem bezahlten freien Tag pro sechs gearbeiteten Tagen, definiert die Überstundenvergütung neu und fordert Änderungen der Sekundärgesetze innerhalb von 90 Tagen, was Unternehmen wie Soriana und Walmart zu Anpassungen ihrer Abläufe veranlasst angesichts erwarteter Steigerungen der Arbeitskosten.

Das Dekret tritt unmittelbar nach Veröffentlichung im Amtsblatt der Föderation (DOF) in Kraft und baut auf der Verfassungsreform zu Artikel 123 auf, die der Kongress in den vergangenen Monaten genehmigt hat (siehe frühere Berichterstattung). Es setzt einen vollständigen bezahlten Ruhetag pro sechs gearbeiteten durch, erlaubt flexible Fünf-Tage-Pläne und begrenzt Überstunden auf 12 Stunden wöchentlich (4 täglich) mit 100 % Aufschlag, wobei Überschreitungen mit 200 % vergütet werden. Der Kongress muss die sekundären Arbeitsgesetze innerhalb von 90 Tagen ändern, was die Unternehmenskosten potenziell um 25 % erhöhen könnte. Unternehmen passen sich an: Soriana-CEO Ricardo Martín Bringas sagte, sie hätten seit acht Monaten mit Technologie umstrukturiert; Walmarts Cristian Barrientos stärkt den E-Commerce; Bimbo, Coca-Cola FEMSA, Kimberly-Clark und Gruma investieren in Automatisierung und KI für die Lieferketten. Alejandro Vázquez Ríos vom IPADE sieht Produktivitätsgewinne, warnt jedoch vor Kostensteigerungen von 10–25 %, falls keine Anpassungen vorgenommen werden.

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