Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat in der Nacht zum 14. April einen Gesetzentwurf mit verfassungsrechtlicher Dringlichkeit in den Kongress eingebracht, um die 6x1-Arbeitswoche zu beenden und die Arbeitszeit auf 40 Stunden pro Woche zu verkürzen. Lula erklärte, dies gebe den Arbeitnehmern Zeit für Familie und Freizeit zurück. Der Text wird am Mittwoch (15. April) in der Abgeordnetenkammer protokolliert.
Präsident Lula postete in den sozialen Medien, dass der Gesetzentwurf „einen Schritt hin zu einem gerechteren Land mit besserer Lebensqualität für alle“ darstelle. Er betonte, dass er es den Arbeitnehmern ermögliche, „ihre Kinder aufwachsen zu sehen, Zeit für Freizeit, Erholung und die Familie zu haben“.
Die offizielle Mitteilung zur Einreichung wurde am Dienstagabend (14. April) in einer Sonderausgabe des Offiziellen Amtsblatts der Union (DOU) veröffentlicht. Der Regierungsführer in der Kammer, Abgeordneter Paulo Pimenta (PT-RS), wird den Text am Mittwoch (15. April) einreichen. Der detaillierte Inhalt des Vorschlags wurde noch nicht bekannt gegeben.
Die Entscheidung folgte auf ein Mittagessen zwischen Lula und dem Kammerpräsidenten Hugo Motta (Republicanos-PB) im Planalto-Palast. Motta signalisierte Bereitschaft zum Dialog mit den Parteiführern, will aber am Zeitplan für die PEC (Verfassungsänderung) festhalten. Regierungsminister José Guimarães erklärte: „Die Krise um die Einreichung des Gesetzentwurfs ist überwunden [...] Es besteht ein gefestigtes Einvernehmen“.
Der Dringlichkeitsantrag verpflichtet Kammer und Senat, jeweils innerhalb von 45 Tagen abzustimmen, andernfalls wird die Tagesordnung blockiert. Die Regierung entschied sich für einen alternativen Gesetzentwurf zur laufenden PEC, um die Genehmigung zu beschleunigen und ein präsidiales Veto gegen parlamentarische Änderungen zu ermöglichen.