Der Wirtschaftsjournalist Ariel Maciel warnte vor einer hohen Steuerbelastung und der Krise der KMU in Argentinien und erklärte, dass es ohne strukturelle Veränderungen keine Anreize für formelle Einstellungen geben werde. Er kritisierte den fehlenden Dialog mit dem Privatsektor und die nicht tragbaren Kosten für Neueinstellungen.
Ariel Maciel stellte in einer Analyse auf Canal E die Frage, ob Steuersenkungen ausreichen, um die Wirtschaft wiederzubeleben. „Nicht einmal für den Anfang“, sagte er zu den aktuellen Maßnahmen der Regierung, trotz Fortschritten wie der Arbeitsmarktreform. Er verwies auf strukturelle Hindernisse für KMU, wie die Steuerlast und die Lohnnebenkosten. „Für jeweils zwei Angestellte bezahlt ein Unternehmen einen dritten“, erklärte er, was die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Importen verringere und Investitionen stoppe. Der Privatsektor berichtet von Projekten, die aufgrund fehlender klarer Signale auf Eis liegen. Maciel kritisierte die Priorität der Regierung, die Inflation um jeden Preis zu senken, was auch die Zählung informeller Arbeitsplätze als positiv einschließe. Er hob die Kluft zwischen formellen und informellen Unternehmen sowie den mangelnden Dialog hervor: „Als ich fragte, mit wem sie sprachen, sagten sie: mit niemandem“. KMU schaffen 75 % bis 80 % der registrierten Beschäftigungsverhältnisse. Obwohl Geschäftsinhaber makroökonomische Stabilität schätzen, ist diese nicht bedingungslos. Maciel forderte Steuerreformen, um die Bedingungen für Neueinstellungen zu verbessern.