Der 1. FC Heidenheim hat im Abstiegskampf der Bundesliga ein spannendes 3:3 gegen den VfB Stuttgart geholt. Vor 15.000 Zuschauern kämpfte der Tabellenletzte verbissen und führte bis kurz vor Schluss. Ein spätes Tor von Deniz Undav rettete den Gästen den Punkt.
Der 1. FC Heidenheim hat am Samstagabend ein hochdramatisches Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart mit 3:3 (2:2) beendet. Der Tabellenletzte, der in diesem Kalenderjahr noch keinen Sieg errungen hat, zeigte couragierten Fußball und rang dem Favoriten, der kürzlich in der Europa League mit 4:1 bei Celtic Glasgow gewann, einen wichtigen Punkt ab. Heidenheim bleibt sechs Punkte hinter dem Relegationsrang zurück.
Das Spiel begann mit einem Blitzstart für Stuttgart: Chris Führich nutzte in der 5. Minute einen Ballverlust von Jan Schöppner und traf zum 1:0. Heidenheim reagierte schnell, Eren Dinkci glich in der 20. Minute aus. Die erste Halbzeit war turbulent: Nach einem Fouled an Dinkci spielte Schiedsrichter Sascha Stegemann zunächst weiter, Ermedin Demirović traf zum vermeintlichen 2:1 für Stuttgart. Der Videobeweis revidierte dies jedoch – Strafstoß für Heidenheim, den Arijon Ibrahimović in der 34. Minute verwandelte, nachdem der VfB-Treffer aberkannt wurde. Kurz vor der Pause glich Maximilian Mittelstädt per Elfmeter zum 2:2 aus, nachdem Christian Conteh einen Foul beging.
In der zweiten Hälfte dominierte Stuttgart, doch ein weiteres Tor von Demirović in der 70. Minute wurde wegen Abseits per VAR annulliert. Heidenheim übernahm in der 83. Minute durch Sirlord Conteh die Führung zum 3:2. Deniz Undav konterte fünf Minuten später zum Ausgleich. Jeff Chabot traf in der Nachspielzeit den Pfosten.
Coach Frank Schmidt lobte den Auftritt: „Wir sind fast schon zum Siegen verdammt und wollen auch so auftreten.“ Nächste Woche reist Heidenheim zum Duell gegen Werder Bremen.