Elf der 37 Gemeinden in Huila haben für die Karwoche 2026 Alkoholverbote und Einschränkungen erlassen, um die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten. Sieben weitere Kommunen entschieden sich nach Beratungen mit Bürgern und Gewerbetreibenden gegen derartige Maßnahmen. Polizei und Armee verstärken vor dem erwarteten Besucheransturm die Sicherheitsvorkehrungen.
Mehrere Bürgermeister in Huila haben Dekrete erlassen, die den Verkauf und Konsum von Alkohol während der Karwoche einschränken sowie das Parken entlang von Prozessionsrouten, öffentliche Veranstaltungen und den Einsatz von Lautsprecheranlagen untersagen. Diese Maßnahmen sollen Sicherheit und Besinnlichkeit in den stark katholisch geprägten Gemeinden gewährleisten.
Zu den Gemeinden mit Einschränkungen gehören Elías, El Agrado, Garzón, Gigante, Isnos, Pitalito, Rivera, Teruel, La Plata, Oporapa und Timaná, wobei die Regelungen je nach Ort zwischen dem 1. und 6. April variieren. So hat beispielsweise der Bürgermeister von Pitalito, Yider Luna Joven, mit Dekret 118 den Ausschank alkoholischer Getränke vom 2. bis 3. April untersagt und den Schwerlastverkehr reguliert. In Gigante untersagte der verstorbene Bürgermeister Josué Manrique zusätzlich das Tragen von Waffen.
Neiva, Aipe, Hobo, La Argentina, Paicol, Tarqui und Campoalegre werden keine Alkoholverbote verhängen. Die Verwaltung von Neiva verwies auf ein Urteil des Staatsrats, das die Befugnisse von Kommunen bei religiös begründeten Maßnahmen einschränkt und die Religionsfreiheit betont.
Die Polizei von Huila hat im Rahmen des Plans „Sichere Karwoche“ 1.200 Beamte im Einsatz und erwartet 360.000 Menschen sowie 90.000 Fahrzeuge. „Das Ziel ist klar: Die Einwohner von Huila und die Touristen sollen diese Zeit in Frieden erleben“, erklärte Oberst Javier Alberto Duarte Reyes. Die Armee hat zusätzlich 600 Soldaten an strategisch wichtigen Straßen stationiert.