Das Nationale Institut für Statistik (INE) berichtete am Mittwoch von einem drastischen Rückgang der Geburten in Chile in den letzten drei Jahrzehnten. Die Daten zeigen, dass die zusammengefasste Geburtenziffer erstmals unter ein Kind pro Frau gefallen ist.
Laut dem Bericht zur demografischen Entwicklung in Chile, der auf der Geburtenstatistik für das Jahr 2025 basiert, sank die Zahl der Geburten von 275.916 im Jahr 1993 auf 146.446 im Jahr 2025. Dies entspricht einem Rückgang von 46,9 % innerhalb von 32 Jahren.
Die zusammengefasste Geburtenziffer sank im selben Zeitraum um 59,4 % und lag bei 0,99 Lebendgeburten pro Frau. Das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt stieg von 27 Jahren im Jahr 1993 auf 30 Jahre im Jahr 2025.
Die Studie weist zudem darauf hin, dass der Anteil ausländischer Mütter zwischen 2017 und 2025 um das 2,9-Fache gestiegen ist und nun 19,7 % aller Lebendgeburten ausmacht, verglichen mit 6,9 % zuvor. Die Daten stammen aus einer gemeinsamen Arbeit des INE, des Zivilstands- und Identifikationsdienstes sowie des Gesundheitsministeriums.