Die 13. Ausgabe der Investec Cape Town Art Fair eröffnet am 20. Februar im Cape Town International Convention Centre mit 126 Ausstellern aus 23 Städten. Angesichts aktueller Debatten über Kunst und Zensur betont das Motto „Listen“ Reflexion und Dialog. Direktorin Laura Vincenti hebt das Event als Raum für kulturellen Austausch hervor.
Die Investec Cape Town Art Fair, die als führende internationale Kunstmesse auf dem afrikanischen Kontinent gilt, kehrt in ihrem 13. Jahr zurück. Sie präsentiert Werke von 126 Ausstellern aus 23 Städten und eröffnet am 20. Februar im Cape Town International Convention Centre. nnDiese Ausgabe folgt auf eine Kontroverse um die Künstlerin Gabrielle Goliath, die Kulturminister Gayton McKenzie verklagt. Goliath wirft McKenzie vor, unrechtmäßig gehandelt zu haben, indem er ihr Werk „Elegy“ aus dem südafrikanischen Pavillon bei der 61. Biennale in Venedig zurückgezogen habe, was die Meinungsfreiheit verletze. nnDas Motto der Messe „Listen“ entstand aus Diskussionen zu globalen Themen. Direktorin Laura Vincenti, Architektin mit 27 Jahren Erfahrung im Kunstmesse-Bereich, nannte Zuhören einen „radikalen Akt“ in der aktuellen Lage. „Jeder hat eine Meinung, aber niemand ist bereit, den anderen zuzuhören“, sagte sie. Vincenti sieht im Motto eine zusätzliche Ebene beim Kunstbetrachten, die es intimer und reflektierter macht. nnVincenti hob Überraschungen in den Werken hervor, darunter viele, die Ahnen-Gedächtnisse und Spiritualität erkunden, möglicherweise im Zusammenhang mit zeitgenössischen Unsicherheiten. Die Messe umfasst eine standfreie Fotografie-Ausstellung unter Kuratierung von Beata America am Eingang, bei der Besucher Geschichten der Künstler hören können. Video- und 3D-Installationen werden ebenfalls prominent vertreten sein. nnZu Inklusivität möchte Vincenti die Messe zu einem Bildungszentrum für ein breiteres Publikum machen, einschließlich Schulen aus benachteiligten Gebieten. Sie adressiert Vorurteile über die Vielfalt afrikanischer Kunst bei Erstwohnbesuchern. nnKünstler und Kritiker Noah Becker bot eine andere Sicht: Kunstmessen seien „vorwiegend vom Verkauf geprägt“ und nicht vom Aktivismus. Er erkannte Trends zu mehr Repräsentation schwarzer und weiblicher Künstler an, betonte aber die kommerziellen Dynamiken.