Israelische Polizei nimmt 17 Personen bei Antikriegsdemonstration in Tel Aviv fest

Mindestens 17 Menschen wurden am Samstag in Tel Aviv festgenommen, als die israelische Polizei gewaltsam eine Antikriegsdemonstration gegen den amerikanisch-israelischen Krieg gegen den Iran auflöste, obwohl ein oberstes Gericht die Versammlung zuvor genehmigt hatte. Der Friedensaktivist Alon-Lee Green, ein Mitorganisator der Kundgebung, der ebenfalls festgenommen wurde, erklärte, die öffentliche Unterstützung für den Krieg sei rapide gesunken. Ähnliche Proteste fanden in Haifa und Jerusalem statt.

Die israelische Polizei nahm am Samstag während eines Antikriegsprotests in Tel Aviv mindestens 17 Personen fest, wo Hunderte zusammengekommen waren, um den amerikanisch-israelischen Krieg gegen den Iran zu verurteilen. Israels oberstes Gericht hatte die Demonstration genehmigt, doch Sicherheitskräfte lösten sie unter Berufung auf iranische Raketendrohungen auf. Wie Haaretz berichtete, löste eine Rakete der Huthi-Miliz aus dem Jemen zu diesem Zeitpunkt Sirenen in der Stadt aus, doch die Polizei verweigerte den Festgenommenen den Zugang zu einem Schutzraum.

Alon-Lee Green, Co-Direktor der israelisch-palästinensischen Gruppe Standing Together und Mitorganisator der Veranstaltung, wurde festgenommen und etwa sieben Stunden später wieder freigelassen. In einem Interview mit Democracy Now! sagte Green: „Ich denke, die israelische Öffentlichkeit wacht auf. Viele Menschen sind wütend. Es sind nun drei Jahre ständiger Krieg.“ Er beschrieb den Konflikt als einen von Trump und Netanyahu initiierten „ewigen Krieg“, der sich über den Gazastreifen, den Libanon, das Westjordanland und den Iran erstreckt.

Green stellte fest, dass die öffentliche Unterstützung unter israelischen Juden innerhalb von fünf Wochen von 90 % auf etwa 60 % gesunken sei, wobei die Proteste auf Tausende Teilnehmer angewachsen seien. Die Demonstranten hielten Fotos von Kindern hoch, die im Iran, im Libanon, in Israel, im Gazastreifen und im Westjordanland getötet wurden. Während der Inhaftierung, als die Sirenen ertönten, verweigerte die Polizei zunächst den Zugang zu einem sicheren Schutzraum.

Das Knesset-Mitglied Ayman Odeh von Hadash-Ta’al unterstützte die Demonstranten und unterstrich den Verstoß gegen die gerichtliche Entscheidung. Green strebt zudem eine einstweilige Verfügung gegen rechtsextreme Gruppierungen an, die ihn belästigen. Israels Oberster Gerichtshof wird am Donnerstag über das Demonstrationsrecht in sicherheitspolitischen Notlagen entscheiden.

Verwandte Artikel

Israeli navy detaining Gaza aid flotilla activists at Ashdod port
Bild generiert von KI

Israelische Marine nimmt 430 Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte fest

Von KI berichtet Bild generiert von KI

Israelische Streitkräfte haben 430 humanitäre Aktivisten aus 40 Ländern an Bord der Global Sumud Flotilla 2026 im Hafen von Aschdod festgenommen, nachdem deren Schiffe auf dem Weg nach Gaza abgefangen wurden. Der indonesische Außenminister Sugiono erklärte, die Festnahme von neun Indonesiern sei kein Fall von Entführung.

Rund 2.000 Menschen zogen am 15. Mai in Berlin anlässlich des palästinensischen Gedenktags Nakba durch die Stadt. Die Polizei nahm 15 Personen vorläufig fest.

Von KI berichtet

Ein schwedischer Staatsbürger in den Vierzigern wurde vom israelischen Militär festgenommen, nachdem Aktivistenboote auf dem Weg nach Gaza gestoppt wurden. Das Außenministerium bestätigt, den Fall zu verfolgen. Nach Angaben des schwedischen Außenministeriums befindet sich der Mann in israelischem Gewahrsam.

Trotz des vom Conseil d’État bestätigten Verbots wurden am Samstag in Paris 97 links- und rechtsextreme Aktivisten im Rahmen von nicht genehmigten Versammlungen festgenommen.

Von KI berichtet

Spain's Prime Minister Pedro Sánchez demanded on Friday the immediate release of Saif Abukeshek, a Spanish citizen held by Israel after intercepting a humanitarian flotilla to Gaza. While nearly 30 Spaniards have disembarked in Crete, Abukeshek and Brazilian Thiago Ávila were transferred to Israel. Spain condemns the action as a violation of international law.

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen