Der chilenische Sänger-Songwriter Julio Zegers ist im Alter von 81 Jahren gestorben, wie die Sociedad Chilena del Derecho de Autor (SCD) bestätigt hat. Bekannt für seine Kompositionen und Siege beim Viña-del-Mar-Festival 1970 und 1973, hinterlässt Zegers ein bleibendes Erbe in der nationalen Musik, insbesondere in der Ära des 'canto nuevo'.
Der Tod von Julio Zegers, einer Ikone der chilenischen Musik, die mehrere Jahrzehnte mit ihrem Talent als Komponist und Interpret prägte, wurde am Sonntag bekannt gegeben. In eine Familie mit Bezug zum Gesang geboren, begann Zegers seine Karriere fast unabsichtlich: „Ich habe nicht einmal bemerkt, wie ich angefangen habe zu komponieren“, so Worte, die auf der Seite MusicaPopular.cl erhalten sind. Obwohl er Architektur an der Universidad Católica de Valparaíso studierte, brachte seine Leidenschaft für Musik ihn zu Ruhm.
Seine erste große Anerkennung erhielt er 1968 beim Festival Internacional de la Canción de Viña del Mar, wo Gloria Simonetti den zweiten Platz im internationalen Wettbewerb mit „Para Cuando Vuelvas“ erreichte, die er komponierte. 1970 gewann Zegers als Interpret mit „Canción a Magdalena“, die als bester internationaler Song ausgezeichnet wurde. Drei Jahre später, 1973, wiederholte er den Sieg mit „Los Pasajeros“, einem Lied, das er auf einer Reise nach Brasilien komponierte und in Italien fertigstellte. Zum Erfolg reflektierend sagte Zegers: „In diesem Moment war es einfach eine Möglichkeit, meine Arbeit zu zeigen. [...] Im Laufe der Jahre habe ich erkannt, welche Tragweite es hatte, wenn selbst Straßenhändler an Ampeln nach all den Jahren so gute Erinnerungen haben.“
Nach dem Putsch von 1973 schloss sich Zegers der „canto nuevo“-Bewegung an, einer kulturellen Reaktion auf die Militärdiktatur. In dieser Phase schuf er Songs wie „A Rapa Nui“, „Ancho camino“, „Barcos de papel“, „Caminado“, „Canción del carpintero“ und „Un día feliz“, die sich auf populäre Themen und die Natur konzentrierten. 1985 veröffentlichte er das Album „Que vivan los que regresan“ und widmete sich später der Werbung, gründete eine Agentur und komponierte Jingles. Sein letztes Album war „Canciones de Autor“ im Jahr 2006.
2022 zeichnete die SCD ihn als Figura Fundamental de la Música Chilena aus und würdigte seinen Einfluss in den 1970er- und 1980er-Jahren. Sein Tod hinterlässt eine Lücke in der nationalen Musikszene, doch sein Werk wird bestehen bleiben.