Der kubanische Musiker und Dichter Amaury Pérez Vidal, geboren 1953 in Havanna, hat den Nationalpreis für Musik 2025 erhalten. Die Ankündigung kam von Indira Fajardo, Präsidentin des Kubanischen Musik-Instituts, wobei die Jury seine Beiträge zur Nueva-Trova-Bewegung und zum zeitgenössischen Lied lobte.
Amaury Pérez Vidal, bekannt für Lieder, die Erinnerung und gerechte Sache heraufbeschwören, wurde am Montag der Nationalpreis für Musik 2025 verliehen. Geboren am 26. Dezember 1953 in Havanna, begann der Künstler seinen musikalischen Weg 1969 und teilte seine Verblüffung: „Seit ich 1969 meinen unsicheren und riskanten Weg in der Musik antrat, habe ich mir nie vorgestellt, dass ein solcher Moment kommen würde. Wie hätte ich das ahnen können? Für mich war dieser Preis eine unerreichbare Ehre.“
Die Jury unter der Leitung von Digna Guerra – Gewinnerin von 2006 – mit José María Vitier (2021), Musikwissenschaftlerin Martha Bonet, Komponistin Beatriz Corona und Musiker César López pries seine Verbindung aus poetischer Strenge und emotionaler Intimität. Der Verband kubanischer Schriftsteller und Künstler (UNEAC) lobte sein Werk für Tiefe und Beständigkeit, das über Generationen hinweg mit sensiblen Texten zu Liebe, Alltag und ethischen Dilemmata resoniert.
Pérez Vidal hat Filme wie „Hombres del mar“ von Manuel Herrera und „Isla de la Juventud“ von Juan Carlos Tabío vertont sowie Fernsehmotive wie „Mañana es domingo“ und die Serie „Hasta el último aliento“ von Vicente González Castro. Mit über 40 Alben, Romanen, Kurzgeschichten und Sonetten produzierte er auch drei Staffeln der Sendung „Con dos que se quieran“. In diesem Jahr erhielt er den Félix-Varela-Orden und den Meister-der-Jugend-Preis der Hermanos-Saíz-Assoziation.
Anlässlich seines kürzlichen 72. Geburtstags nannte ihn Präsident Miguel Díaz-Canel Bermúdez auf Twitter eine „große Gestalt Kubas“ und Schlüsselschöpfer des Soundtracks seiner Generation. Pérez Vidal sieht sich als Troubadour, der sich für gerechte Sache einsetzt: „Ich war und bin ein Troubadour jenseits jeder situativen und vergänglichen Etikette.“