Karnatakas Regierungschef schließt Bewässerung durch Stauseen wegen Dürre aus

Der stellvertretende Regierungschef D.K. Shivakumar erklärte am Donnerstag, dass aufgrund des ausbleibenden Monsuns kein Wasser aus den großen Stauseen zur Bewässerung von Feldern bereitgestellt wird. Oppositionsführer R. Ashok forderte die sofortige Ausrufung des Dürrezustands für rund 150 betroffene Gebiete (Taluks).

Der stellvertretende Regierungschef D.K. Shivakumar teilte am Donnerstag vor der Presse mit, dass in mehrere Stauseen, darunter Tungabhadra, Almatti, Ghataprabha und Vani Vilas, derzeit kein Wasser fließe. Im Cauvery-Becken liegt der Zufluss in die Stauseen Krishnaraja Sagar, Hemavati und Kabini bei nur 20 % des Vorjahresniveaus. Er appellierte an die Landwirte, sich nicht auf das Wasser aus den Reservoirs zu verlassen und ihre Anbauplanung stattdessen an den tatsächlichen Niederschlägen auszurichten.

Die Regierung beobachtet die Lage und hat die zuständigen Minister angewiesen, die betroffenen Distrikte zu bereisen. Shivakumar kündigte an, selbst regionale Zentren für Lagebesprechungen aufzusuchen. Die Zentralregierung hat eine Warnmeldung zur Wasser- und Stromversorgung herausgegeben, da die Wasserkraftwerke von der Knappheit betroffen sind.

Oppositionsführer R. Ashok wandte sich in einem Schreiben an den Regierungschef und äußerte seine Sorge über die sich verschärfende Dürre in rund 150 Taluks. Er drängte darauf, die betroffenen Gebiete offiziell als dürregefährdet einzustufen, Überprüfungstreffen auf Distriktebene abzuhalten sowie einen landesweiten Notfallplan für Ernte, Viehfutter, Trinkwasser und Beschäftigung aufzustellen. Zudem forderte er wissenschaftliche Erhebungen zu Ernteausfällen und Soforthilfen für die Landwirte.

Ashok kritisierte, dass die meisten für die Distrikte zuständigen Minister bisher keine Lagebesprechungen einberufen oder die betroffenen Gebiete besucht hätten. Zudem merkte er an, dass es dem Landwirtschaftsministerium derzeit an einem hauptamtlichen Minister fehle.

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