Die Regierung von Karnataka hat nach jüngsten kriminellen Vorfällen, darunter die Vergewaltigung einer US-Touristin in Kodagu, strengere Vorschriften für Privatunterkünfte (Homestays) und Frühstückspensionen eingeführt. Die neuen Regeln sehen eine Registrierungspflicht, Hintergrundüberprüfungen des Personals und die Installation von Überwachungskameras vor. Offiziellen Angaben zufolge sollen die Maßnahmen die Kontrolle in solchen Einrichtungen verschärfen.
Die Landesregierung hat am Montag ein Paket mit strengeren Regeln für Privatunterkünfte und Frühstückspensionen eingeführt. Beamte erklärten, die Maßnahmen seien eine Reaktion auf jüngste kriminelle Vorfälle, darunter ein Fall im Distrikt Koppal im März 2025 sowie die Vergewaltigung einer US-amerikanischen Touristin in Kodagu.
Gemäß den neuen Regeln müssen sich alle Privatunterkünfte beim Tourismusministerium des Bundesstaates registrieren. Das Rundschreiben stellt klar, dass ein Betrieb ohne gültige Registrierung illegal ist und rechtliche Schritte nach sich zieht. Die Hintergründe des Personals müssen bei den örtlichen Polizeistationen überprüft werden, und Überwachungskameras sind in den Empfangsbereichen obligatorisch, wobei die Aufnahmen mindestens 30 Tage lang aufbewahrt werden müssen.
Registrierte Unterkünfte werden in das polizeiliche E-Beat-System integriert, das physische Kontrollbesuche erfordert, die per GPS protokolliert werden. Die Betreiber müssen detaillierte Gästeverzeichnisse führen, die Notrufnummer 112 aushängen und ihr Personal im Rahmen der POSH- und POCSO-Gesetze im Bereich der Geschlechtersensibilisierung schulen.
Im Fall von Kodagu wurde der Eigentümer der Unterkunft am 22. April verhaftet, weil er Informationen zurückgehalten und einen beschuldigten Mitarbeiter nach dem Bharatiya Nyaya Sanhita gedeckt hatte. Beide befinden sich bis zum 3. Mai in Untersuchungshaft. Der Vorsitzende des Verbandes, Monthi Ganesh, merkte an, dass zwar 2.470 Privatunterkünfte im Distrikt registriert seien, jedoch über 2.000 ohne offizielle Genehmigung betrieben würden.