Das Obergericht von Kerala hat den Chef-Vigilanzoffizier in Sabarimala angewiesen, Aufzeichnungen zu Padi-Pooja-Buchungen amid Verdacht auf Unregelmäßigkeiten zu sichern. Eine Vigilanzuntersuchung deckte unbefugte Übertragungen von Buchungen mit falschen Adressen auf. Das Gericht betonte die Notwendigkeit von Transparenz bei diesem sehr gefragten Ritual.
In Kochi befasste sich eine Kammer des Obersten Gerichts von Kerala, bestehend aus Richter Raja Vijayaraghavan V und K V Jayakumar, mit Bedenken hinsichtlich des Buchungsprozesses für Padi Pooja im Lord-Ayyappa-Tempel in Sabarimala. Das Ritual, das die Verehrung der 18 heiligen Stufen des Tempels umfasst, findet an ausgewählten Abenden nach dem Blumenbad der Statue statt, bekannt als pushpabhishekam. Vom Thantri in Anwesenheit des Melsanthi durchgeführt, dauert es etwa eine Stunde und umfasst das Dekorieren der Stufen mit Blumen, Seidenstoffen und traditionellen Lampen, endend mit einem Aarathi. Das Gericht stellte fest, dass fünf solcher Poojas pro Monat stattfinden und für Gläubige große religiöse Bedeutung haben. Buchungen für dieses Ritual sind bis 2045 im Voraus geplant, was seine Beliebtheit und die Notwendigkeit eines robusten Systems unterstreicht. Eine Vigilanzuntersuchung deckte jedoch Fälle auf, in denen Buchungen mit fiktiven Adressen vorgenommen und dann unbefugt zu finanziellen Zwecken übertragen wurden. Diese Erkenntnisse als beunruhigend beschreibend, erklärte die Kammer: „Falls wahr, ist ein solches Verhalten abscheulich und zu verurteilen.“ Ein Amicus Curiae berichtete, dass zwei Bucher der Identitätsprüfung fernblieben, was Zweifel an der Integrität des Systems aufkommen lässt. Das Gericht merkte an, dass die Angelegenheit nicht nur die Verwaltung, sondern die Heiligkeit der Tempelpraktiken betrifft. Zur weiteren Untersuchung wiesen die Richter den Chef-Vigilanz- und Sicherheitsbeauftragten an, alle relevanten Register und Aufzeichnungen, einschließlich solcher bis 2045, in Verwahrung zu nehmen und sie in einem versiegelten Umschlag vorzulegen. Die nächste Verhandlung ist für den 4. März angesetzt.