Inmitten von Beschränkungen durch den Iran und einer US-Marineblockade in der Straße von Hormus hat sich der Hafen Vizhinjam in Kerala als wichtiger Umschlagplatz zur Bewältigung globaler Lieferkettenprobleme etabliert. Der Kongressabgeordnete Shashi Tharoor berichtete, dass dort etwa 100 Schiffe auf Abfertigung warten. Der Hafen ist Indiens erste Tiefsee-Container-Umschlaganlage.
Erneute Unsicherheit herrscht um die Straße von Hormus, da der Iran wieder Beschränkungen für die wichtige Handelswasserstraße verhängt hat und eine Seeblockade der Vereinigten Staaten besteht. Dies hat eine weltweite Krise in der Schifffahrt und Versorgung ausgelöst.
Der im Distrikt Thiruvananthapuram in Kerala gelegene Hafen Vizhinjam – Indiens erste Tiefsee-Container-Umschlaganlage – wurde 1991 konzipiert. Er wurde im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft für 8.900 Crore ₹ errichtet und wird von der Adani Group betrieben, wobei die Regierung von Kerala die Mehrheitsbeteiligung hält. Premierminister Modi weihte ihn im Mai letzten Jahres offiziell ein; er verfügt über eine jährliche Kapazität von bis zu 5 Millionen TEU.
Der Kongressabgeordnete Shashi Tharoor bezeichnete ihn als Indiens "Umschlag-Antwort an die Welt". Er erklärte, der Hafen habe im letzten Monat 61 Schiffe abgefertigt – ein neuer Rekord – und es stünden 100 Liegeplatzanfragen aus. Tharoor fügte hinzu, dass der Hafen seine millionste 20-Fuß-Standardcontainer-Einheit (TEU) in Rekordzeit bewältigt habe und die zweite Phase nun beschleunigt vorangetrieben werde.
Strategisch günstig gelegen, nur 10 Seemeilen von der viel befahrenen internationalen Schifffahrtsroute entfernt, die Europa, den Persischen Golf und den Fernen Osten verbindet, zeichnet sich der Hafen durch eine 18 Meter tiefe Fahrrinne in Küstennähe aus. Er kann ultra-große Containerschiffe der nächsten Generation aufnehmen, die einen Tiefgang von über 20 Metern erfordern, und unterstützt Schiffe mit einer Kapazität von über 18.000 TEU.