Die Indieband Kraftklub aus Chemnitz hat ihre Tour mit dem fünften Studioalbum «Sterben in Karl-Marx-Stadt» am Dienstag in der Kongresshalle in Schwerin gestartet. Tausende Fans feierten den Auftakt mit neuen Songs und Klassikern. Frontmann Felix Kummer appellierte an die Zuhörer, Toleranz zu wahren.
Die fünfköpfige Band um Frontsänger Felix Kummer, 36, begeisterte in Schwerin ein großes Publikum. Es war der erste Auftritt von Kraftklub in der mecklenburg-vorpommerschen Landeshauptstadt. Die Musiker präsentierten Stücke aus dem neuen Album wie «Marlboro Mann» und «Schief in jedem Chor», ergänzt um etablierte Hits wie «Schüsse in die Luft» und «Ich will nicht nach Berlin».
Die Tour führt die Gruppe durch Deutschland, Österreich, Luxemburg und die Schweiz, wobei viele Konzerte bereits ausverkauft sind. Kraftklub, eine der bekanntesten deutschen Indiebands, engagiert sich politisch. 2018 organisierte die Band das #WirSindMehr-Konzert als Reaktion auf rechtsextreme Ausschreitungen in Chemnitz.
Gegen Ende des Konzerts sprach Kummer direkt die Fans an. Er erinnerte an frühere Erlebnisse, in denen man sich in der eigenen Stadt nicht allein fühlte. «Es ist schön zu sehen, dass bei diesem Konzert alle willkommen seien», sagte er. Dann fügte er hinzu: «Aber wenn du ein Problem hast mit Transmenschen, wenn du ein Problem hast mit queeren Leuten, wenn du ein Problem hast mit Ausländern, dann kannst du dich gerne verpissen.»
Diese Botschaft unterstreicht die Haltung der Band gegenüber Toleranz und Inklusion.