Holstein Kiel hat am Sonntag im Holstein-Stadion mit 1:2 gegen den FC Schalke 04 verloren und erleidet damit die vierte Niederlage in Folge. Die Abstiegsängste wachsen, während Sportchef Olaf Rebbe den Trainer Marcel Rapp verteidigt. Positiv: Fans haben über 14.000 Euro für wohltätige Zwecke gespendet.
Die Partie gegen Schalke 04 endete für Holstein Kiel mit einer 1:2-Niederlage, die die Störche tiefer in den Tabellenkeller der Zweiten Bundesliga rutschen lässt. Kenan Karaman erzielte das 1:0 für die Gäste nach einem Eckball in der 16. Minute, gefolgt von Hasan Kurucays Kopfball zum 2:0 in der 30. Minute. David Zec verwandelte in der 55. Minute einen Elfmeter zum 1:2, doch weitere Treffer blieben aus. Ein Anschlusstor von Phil Harres wurde in der 33. Minute wegen Foul abgewinkt. Die Defensive der Kieler zeigte Schwächen bei Standards, wie Trainer Marcel Rapp einräumte: „Wir haben verloren, weil wir die Standards schlecht verteidigt haben. Der Auftritt war besser, aber davon können wir uns nichts kaufen.“
Mittelfeldspieler Jonas Meffert betonte: „Dieses Spiel hinterlässt ein schlechtes Gefühl. Das Wichtigste ist, dass wir in dieser Phase zusammenhalten und schnellstmöglich Punkte holen.“ Die Fans pfiffen das Team in der Halbzeitpause mit Rufen wie „Wir wollen euch kämpfen sehen“. Sportchef Olaf Rebbe stellte sich schützend vor Rapp: „Wir sitzen alle in einem Boot: Trainer, Staff, Mannschaft. Und wir haben eine klare Aufgabe. Die ist, das Spiel am nächsten Wochenende zu gewinnen.“ Er kritisierte den Trend und forderte die Spieler auf, sich selbst Impuls zu geben: „Die Situation nervt uns alle.“ Fehlende Spieler wie Alexander Bernhardsson, der bald zurückkehrt, erschweren die Lage. Das Auswärtsspiel beim Karlsruher SC am kommenden Samstag um 13 Uhr wird entscheidend.
Trotz des sportlichen Rückschlags gab es einen Lichtblick: Der Fanverband „Block 501“ überreichte während des Spiels rund 14.200 Euro aus einem Dezember-Weihnachtsmarkt. Die Spende geht an den Kältebus der Malteser, das Tierheim Uhlenkrog, den Verein „Trauernde Kinder“ und das Awo-Mädchenhaus in Kiel. Vorsitzender Jens Hageböcker sagte: „Nächstes Jahr bringt jeder noch seinen Freund mit, und dann machen wir das Doppelte daraus.“